Ledersitze im Auto sind ein Luxus — bis sie anfangen zu reissen, auszubleichen oder nach Jahren ungepflegt einfach nur noch müde aussehen. Das Problem: Auto-Leder ist extremen Bedingungen ausgesetzt. Hitze im Sommer, Kälte im Winter, ständige mechanische Belastung und der Schweiss deiner Oberschenkel. Regelmässige Pflege ist hier kein Nice-to-have, sondern Pflicht.
Auto-Leder ist nicht gleich Möbel-Leder
Autoleder ist fast immer pigmentiert und hat eine Schutzschicht. Das macht es widerstandsfähiger als offenporiges Anilinleder, aber nicht unverwüstlich. Die Schutzschicht nutzt sich ab — besonders an Stellen mit viel Reibung (Sitzfläche, Seitenwangen, Armstützen). Darunter liegt ungeschütztes Leder, das schnell austrocknet und reisst.
Reinigung
Staub und Krümel entfernen
Mit dem Staubsauger (Polsterdüse!) die groben Verschmutzungen entfernen. Besonders die Nähte und Sitzritzen nicht vergessen.
Lederreiniger auftragen
Einen pH-neutralen Lederreiniger auf ein weiches Mikrofasertuch oder eine Reinigungsbürste geben. In kreisenden Bewegungen über das Leder arbeiten. Nicht zu viel Druck, nicht zu nass. Sonax Lederreiniger* oder Collonil Autoleder-Reiniger* sind gute Optionen.
Abwischen
Mit einem sauberen, leicht feuchten Tuch die Reinigungsreste abnehmen. Dann mit einem trockenen Tuch nachwischen.
Pflege und Schutz
Nach der Reinigung — und nur nach der Reinigung, nicht auf schmutzigem Leder — eine Lederpflege auftragen. Die Pflege zieht in das Leder ein, macht es geschmeidig und erneuert die Schutzschicht.
Dünn auftragen, einmassieren und überschüssiges Produkt nach 15-20 Minuten mit einem weichen Tuch abpolieren. Nicht zu viel — eine dünne Schicht reicht.
Wie oft pflegen?
| Reinigung | Alle 4-6 Wochen bei täglicher Nutzung |
| Pflege/Nährung | Alle 2-3 Monate |
| Im Sommer | Häufiger pflegen — UV-Strahlung und Hitze trocknen das Leder schneller aus |
| Tipp | Eine Sonnenschutzfolie für die Windschutzscheibe reduziert die UV-Belastung der Sitze enorm |